Ein Boot steht im Bestand. Die Anfragen sind da, aber keine führt zum Verkauf. Aus vier Wochen werden acht, aus acht werden zwölf. Irgendwann kommt der Gedanke: Vielleicht müssen wir mit dem Preis runter.
Was dabei oft untergeht: Das Boot hat in diesen Wochen bereits Geld gekostet. Jeden Monat.
Der Markt gibt gerade mehr Zeit, aber nicht umsonst
Laut Boat24-Gründer Martin Dotti ist die durchschnittliche Laufzeit einer Anzeige von 34 auf 52 Tage gestiegen (YACHT, 3. August 2026). Fast jeder zweite Verkäufer muss demnach den Preis senken, im Schnitt um 15 Prozent.
Boote stehen also länger. Und je länger sie stehen, desto teurer wird es.
Was ein stehendes Boot kostet
Hier ein einfacher Rechenweg. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein, die Kosten sind von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich.
Laufende Kosten pro Monat
| Kostenpunkt | Ihr Wert pro Monat |
|---|---|
| Liegeplatz oder Lagerplatz | ___ € |
| Finanzierung (Zinsen auf den Einkaufspreis, wenn das Boot im eigenen Bestand finanziert ist) | ___ € |
| Versicherung | ___ € |
| Pflege, Reinigung, kleine Wartung | ___ € |
| Summe pro Monat | ___ € |
Diese Summe zahlen Sie für jeden Monat, den das Boot länger steht.
Dazu kommen Kosten, die man leicht übersieht
- Preisnachlass. Wenn ein Boot lange steht, steigt der Druck, den Preis zu senken. Jeder Prozentpunkt Nachlass geht direkt von Ihrer Marge ab.
- Gebundenes Kapital. Das Geld, das im Boot steckt, fehlt Ihnen für den Einkauf eines Bootes, das sich schneller verkauft.
- Ihre Zeit. Besichtigungen, Telefonate, Nachrichten. Bei einem Boot, das sich nicht verkauft, kommen davon oft viele zusammen.
- Der Platz. Ein Boot, das steht, belegt einen Platz, auf dem ein anderes stehen könnte.
Was das mit Anfragen zu tun hat
Hier wird es interessant. Viele Boote stehen nicht deshalb lange, weil sich niemand dafür interessiert. Sondern weil Interesse verloren geht:
- Eine Anfrage kommt rein, während Sie gerade beim Kunden sind, und wird erst Tage später beantwortet.
- Ein Interessent war bei der Besichtigung, hat „Wir überlegen noch“ gesagt, und niemand hat sich wieder gemeldet.
- Ein Kaufinteressent wollte eigentlich kaufen, musste aber erst sein altes Boot loswerden. Über eine Inzahlungnahme hat niemand mit ihm gesprochen.
Jede dieser verlorenen Anfragen verlängert die Standzeit. Und jeder Monat Standzeit kostet Geld.
Lassen Sie uns kurz prüfen, ob das zu Ihrem Betrieb passt.
Was hilft
- Schnell antworten. Wer eine Anfrage schickt, schaut sich gerade Boote an. Und zwar nicht nur Ihre.
- Vor der Besichtigung klären, wer wirklich kaufen will. Wie das geht, lesen Sie in unserem Artikel über das Vorqualifizieren von Kaufinteressenten.
- Nach jeder Besichtigung nachfassen. Mit festem Zeitpunkt, nicht nach Gefühl.
- Boote gezielt bewerben, die schon länger stehen. Mit Kampagnen auf Facebook, Instagram oder Google erreichen Sie Interessenten, die das Boot im Portal vielleicht übersehen haben.
Zwei Wege
Sie machen es selbst. Rechnen Sie einmal die Kosten für Ihr ältestes Boot im Bestand durch. Schauen Sie dann, wie viele Anfragen es dazu gab und was aus jeder geworden ist. Oft sieht man schon dabei, wo es hakt.
Wir machen es gemeinsam. Wir sorgen dafür, dass keine Anfrage zu Ihren Booten liegen bleibt: sofortige Antwort, Vorqualifizierung, Nachfassen und auf Wunsch gezielte Kampagnen für einzelne Boote. Werbekonten, Kampagnen und Kontakte gehören Ihnen. Wie das im Einzelnen abläuft, lesen Sie auf unserer Seite für Boots- und Yachthändler.
Lassen Sie uns kurz prüfen, ob das zu Ihrem Betrieb passt.


