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Boots- und Yachthandel

Lange Standzeit: Was ein Boot kostet, das sich nicht verkauft

Ein Boot, das steht, kostet jeden Monat Geld. Oft mehr, als man auf den ersten Blick denkt. So rechnen Sie es für Ihren Bestand durch.

Von Christina Neufeld und Mano Mehiri · 17. Oktober 2026

Ein Boot steht im Bestand. Die Anfragen sind da, aber keine führt zum Verkauf. Aus vier Wochen werden acht, aus acht werden zwölf. Irgendwann kommt der Gedanke: Vielleicht müssen wir mit dem Preis runter.

Was dabei oft untergeht: Das Boot hat in diesen Wochen bereits Geld gekostet. Jeden Monat.

Der Markt gibt gerade mehr Zeit, aber nicht umsonst

Laut Boat24-Gründer Martin Dotti ist die durchschnittliche Laufzeit einer Anzeige von 34 auf 52 Tage gestiegen (YACHT, 3. August 2026). Fast jeder zweite Verkäufer muss demnach den Preis senken, im Schnitt um 15 Prozent.

Boote stehen also länger. Und je länger sie stehen, desto teurer wird es.

Was ein stehendes Boot kostet

Hier ein einfacher Rechenweg. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein, die Kosten sind von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich.

Laufende Kosten pro Monat

Kostenpunkt Ihr Wert pro Monat
Liegeplatz oder Lagerplatz ___ €
Finanzierung (Zinsen auf den Einkaufspreis, wenn das Boot im eigenen Bestand finanziert ist) ___ €
Versicherung ___ €
Pflege, Reinigung, kleine Wartung ___ €
Summe pro Monat ___ €

Diese Summe zahlen Sie für jeden Monat, den das Boot länger steht.

Dazu kommen Kosten, die man leicht übersieht

  • Preisnachlass. Wenn ein Boot lange steht, steigt der Druck, den Preis zu senken. Jeder Prozentpunkt Nachlass geht direkt von Ihrer Marge ab.
  • Gebundenes Kapital. Das Geld, das im Boot steckt, fehlt Ihnen für den Einkauf eines Bootes, das sich schneller verkauft.
  • Ihre Zeit. Besichtigungen, Telefonate, Nachrichten. Bei einem Boot, das sich nicht verkauft, kommen davon oft viele zusammen.
  • Der Platz. Ein Boot, das steht, belegt einen Platz, auf dem ein anderes stehen könnte.

Was das mit Anfragen zu tun hat

Hier wird es interessant. Viele Boote stehen nicht deshalb lange, weil sich niemand dafür interessiert. Sondern weil Interesse verloren geht:

  • Eine Anfrage kommt rein, während Sie gerade beim Kunden sind, und wird erst Tage später beantwortet.
  • Ein Interessent war bei der Besichtigung, hat „Wir überlegen noch“ gesagt, und niemand hat sich wieder gemeldet.
  • Ein Kaufinteressent wollte eigentlich kaufen, musste aber erst sein altes Boot loswerden. Über eine Inzahlungnahme hat niemand mit ihm gesprochen.

Jede dieser verlorenen Anfragen verlängert die Standzeit. Und jeder Monat Standzeit kostet Geld.

Lassen Sie uns kurz prüfen, ob das zu Ihrem Betrieb passt.

Was hilft

  • Schnell antworten. Wer eine Anfrage schickt, schaut sich gerade Boote an. Und zwar nicht nur Ihre.
  • Vor der Besichtigung klären, wer wirklich kaufen will. Wie das geht, lesen Sie in unserem Artikel über das Vorqualifizieren von Kaufinteressenten.
  • Nach jeder Besichtigung nachfassen. Mit festem Zeitpunkt, nicht nach Gefühl.
  • Boote gezielt bewerben, die schon länger stehen. Mit Kampagnen auf Facebook, Instagram oder Google erreichen Sie Interessenten, die das Boot im Portal vielleicht übersehen haben.

Zwei Wege

Sie machen es selbst. Rechnen Sie einmal die Kosten für Ihr ältestes Boot im Bestand durch. Schauen Sie dann, wie viele Anfragen es dazu gab und was aus jeder geworden ist. Oft sieht man schon dabei, wo es hakt.

Wir machen es gemeinsam. Wir sorgen dafür, dass keine Anfrage zu Ihren Booten liegen bleibt: sofortige Antwort, Vorqualifizierung, Nachfassen und auf Wunsch gezielte Kampagnen für einzelne Boote. Werbekonten, Kampagnen und Kontakte gehören Ihnen. Wie das im Einzelnen abläuft, lesen Sie auf unserer Seite für Boots- und Yachthändler.

Lassen Sie uns kurz prüfen, ob das zu Ihrem Betrieb passt.

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Damit keine Anfrage zu Ihren Booten liegen bleibt

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Fragen

Gut zu wissen.

Die Zeit zwischen dem Moment, in dem ein Boot zum Verkauf steht, und dem Verkauf. Je länger sie dauert, desto mehr Kosten laufen auf, und desto größer wird oft der Druck, den Preis zu senken.

Typisch sind Liegeplatz oder Winterlager, Finanzierungskosten für Boote im eigenen Bestand, Versicherung, Pflege und Wartung sowie der Wertverlust oder Preisnachlass, der mit der Zeit nötig wird. Dazu kommt Ihre eigene Zeit für Besichtigungen und Anfragen.

Indem keine Anfrage liegen bleibt. Schnell antworten, Interessenten vor der Besichtigung vorqualifizieren und nach der Besichtigung konsequent nachfassen. Dazu kommen gezielte Kampagnen für Boote, die schon länger stehen.

Ja, nur anders. Bei Booten im Verkaufsauftrag tragen Sie die Liegekosten meist nicht selbst, aber Ihre Provision kommt erst mit dem Verkauf. Und ein Eigner, dessen Boot monatelang steht, wird ungeduldig.

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