Wenn der Umsatz nicht so läuft wie gewünscht, liegt die Lösung scheinbar auf der Hand: mehr Werbung schalten. Einen Vertriebler einstellen. Ein neues CRM kaufen.
Das kann alles richtig sein. Aber oft ist es der dritte Schritt vor dem ersten. Die meisten Unternehmen lassen Umsatz nicht liegen, weil sie schlecht sind. Sondern weil sie die Dinge in der falschen Reihenfolge angehen.
Hier ist die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt.
Schritt 1: Erst das Fundament prüfen
Bevor Sie irgendetwas verbessern, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf drei Fragen.
Stimmen Ihre Preise? Wer zu günstig verkauft, braucht mehr Kunden für dasselbe Ergebnis. Mehr Anfragen bei zu niedrigen Preisen heißt nur: mehr Arbeit für denselben Gewinn.
Können Sie überhaupt mehr Kunden bedienen? Wenn Sie heute schon am Limit sind, bringt mehr Vertrieb vor allem Stress. Dann muss zuerst die Kapazität mitwachsen.
Wo verlieren Sie heute schon Kunden? Werden Anfragen zu spät angerufen? Wird nach Angeboten nachgefasst? Bleiben Dinge liegen, weil alles über Ihren Tisch geht? Diese offensichtlichen Lücken zu schließen bringt oft am schnellsten etwas. Die häufigsten davon beschreiben wir im Artikel Warum Anfragen aus Werbung nicht zu Kunden werden.
Warum zuerst das? Weil jede Verbesserung danach auf diesem Fundament aufbaut. Wer auf einem wackligen Fundament optimiert, verschwendet Zeit und Geld.
Schritt 2: Abschlüsse planbar machen
Als Nächstes geht es darum, dass aus Anfragen verlässlich Aufträge werden. Dafür braucht es feste Abläufe:
- Ein klarer Weg für jede Anfrage. Wer ruft an, wie schnell, und was passiert, wenn niemand rangeht?
- Ein Leitfaden für das Erstgespräch und das Verkaufsgespräch. Kein starres Skript, sondern eine Struktur: Welche Fragen werden immer gestellt, was muss am Ende geklärt sein?
- Feste Regeln fürs Nachfassen. Nach jedem Angebot gibt es einen festen nächsten Schritt mit Datum, nicht „Ich melde mich“.
- Termine bestätigen. Eine Erinnerung oder ein kurzer Anruf vorher, damit weniger Termine platzen.
- Ein CRM, das genutzt wird. Was nicht im CRM steht, ist vergessen. Für den Anfang reichen wenige Stufen: Anfrage, Kontakt, Termin, Gespräch, Kunde.
Warum ist das so wichtig? Solange Gespräche nach Bauchgefühl laufen, schwankt Ihr Umsatz mit der Tagesform. Mit festen Abläufen wird er stabil. Und stabil heißt planbar. Oft ist das der Schritt, der am schnellsten sichtbar mehr Umsatz bringt, und zwar aus Anfragen, die Sie ohnehin schon haben.
Sie wollen wissen, wo Ihr Vertrieb Umsatz liegen lässt? Erstgespräch vereinbaren
Schritt 3: Erst dann ein Team aufbauen
Viele stellen zu früh ein. Der neue Mitarbeiter bekommt eine Liste mit Kontakten und soll „mal loslegen“. Nach ein paar Monaten ist klar: Es klappt nicht. Am Ende muss der Inhaber doch wieder selbst ran.
Das liegt oft nicht am Mitarbeiter. Es fehlt ein klares Bild, was die Rolle können muss, eine ordentliche Einarbeitung und ein Ablauf, an dem er sich orientieren kann.
Wenn Schritt 2 steht, ist das anders. Dann gibt es einen Ablauf, der nachweislich funktioniert. Neue Leute müssen ihn nur lernen und nicht selbst erfinden. Erst wenn der Ablauf funktioniert, ergibt ein Team Sinn.
Schritt 4: Über Zahlen führen
Ein Team allein bringt wenig, wenn Sie nicht wissen, ob es wirklich verkauft oder nur beschäftigt ist. Dafür braucht es ein paar Kennzahlen, die Sie regelmäßig ansehen:
- Erreichbarkeit: Wie viele Anfragen erreichen Sie überhaupt?
- Terminquote: Wie viele davon vereinbaren einen Termin?
- Erscheinungsquote: Wie viele Termine finden wirklich statt?
- Abschlussquote: Wie viele Gespräche werden zu Aufträgen?
Mit diesen Zahlen sehen Sie auf einen Blick, wo es hakt, und müssen nicht mehr ständig selbst eingreifen. Sinkt die Erscheinungsquote, wissen Sie, wo Sie ansetzen. Und Sie erkennen früh, wer im Team liefert und wer Unterstützung braucht.
Warum die Reihenfolge entscheidet
Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Ein neuer Mitarbeiter ohne festen Ablauf scheitert. Kennzahlen ohne Ablauf messen nur das Chaos. Mehr Werbung ohne Nachfassen bringt vor allem Anfragen, die liegen bleiben.
Wer die Reihenfolge einhält, merkt oft schon nach den ersten beiden Schritten einen deutlichen Unterschied.
Zwei Wege
Sie machen es selbst. Mit diesem Fahrplan können Sie loslegen. Das Wissen ist selten das Problem, sondern die Umsetzung neben dem Tagesgeschäft. Rechnen Sie mit einigen Monaten Ausprobieren, in denen weiter Umsatz liegen bleibt.
Wir machen es gemeinsam. In unserer Vertriebsberatung gehen wir die Schritte mit Ihnen durch, setzen um und bleiben, bis es läuft. Sie müssen dafür weder jemanden einstellen noch selbst zum Vertriebsexperten werden. Wir übernehmen bei Bedarf Teile des Vertriebs, bis Ihr Team so weit ist, und automatisieren, was sich automatisieren lässt, vom CRM bis zur Terminerinnerung. Alles, was wir aufbauen, gehört Ihnen.
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns gemeinsam Ihren Vertriebsprozess an und zeigen Ihnen die größten Hebel. Danach wissen Sie genau, wo Sie ansetzen können, egal ob wir zusammenarbeiten oder nicht.


